Heute keine shiny Photoshop-Illusions, keine weichgespülte Bratwurst-Romantik, keine Love-Story-Anfahrten, meine Brüder. Heute gab’s nur eins:
Ultrabrutal in die Fresse, direkt in den Gulliver, ohne Vorwarnung. 26 Grad draußen, kaltes Moloko Plus im Plastikbecher, die Droogs am Start – das war das einzig Wahre an diesem verfluchten
Nachmittag. Der Rest? Reiner Albtraum, wie aus ’nem schlechten Trip. Man freute sich, da kommen die Nord-Hansestädter angerollt, bisschen Clash, bisschen Glory. Aber dass uns der Hamburger SV so
dermaßen auseinander nimmt wie ’ne wehrlose Devotchka – das konnte wohl nur unser großer Star-Coach mit seinem orientierungslosen Hühnerhaufen vorhersehen. Anfahrt Gleisdreieck: sauber. High
Noon: erste Kaltschale in die Gusche gekippt, Grill an, Fleisch auf Rost, Leben gut. Viel Vellocet, viel Dummgelaber, viel Hoffnung im System. Beide Kurven lieferten wie Sirenen, meine Brüder!
Aber auf’m Platz? Ein Haufen planloser Malchicks in Trikots. Nach der Pause dann kurz der Traum: Führung! Zwei Minuten lang war alles gold, alles ultrageil, alles möglich. Und während man sich
noch die BBQ-Sauce vom Steak aus der Fresse wischt – BAM! Ausgleich. Und acht Minuten später: komplett zurück auf den Boden, direkt in den Dreck gedrückt. Ende vom Lied: verdient kassiert. Und
die Nordwestkurve? Schweigen. Boykott. Leere im Sound. Denn eins ist klar, meine Droogs: Nirgends liegen Freud und Leid so nah beieinander wie bei unserer Eintracht. Aber vielleicht sollten wir
uns mal selber fragen: Sind wir jetzt diese Glories, die jedes Jahr Europa fordern? Oder sind wir noch das, was wir mal waren? ’Ne Scheißsaison gehört dazu. Punkt! Aber was nicht verhandelbar
ist: Ehre im Spiel. Kampf bis zum letzten Atemzug. Kein Verstecken, kein Rumgeeier. Sonst gibt’s wieder ultrabrutal in die Fresse – und diesmal nicht vom Gegner, sondern von der eigenen
Kurve.