Endlich Widdershausen. Oh meine bratty Droogs! Welch horrorshow Feiertag für euren malenky Schreiber und treuen Droog, der heute endlich diese
sportliche Wiese namens "Sportplatz an der Werra" eintüten konnte und damit der großen Landkreis-Komplettierung einen saftigen Tollchock verpasste. Großartig viel zum Glotzen gab es nicht, ihr
chellovecks, doch der weiße „Monte Kali“ grinste in voller Pracht über das Geschehen wie ein alter Bog. Ein paar ehrliche Sitzbänke, ein Holzkohle-Apparat voller Verheißung und das erfreuliche
Wiedersehen mit alten Droogs ließen den Abend im herrlichen Gequatsche zerfließen. Das Match selbst? Reine kleine Ultra-Violence auf krummem grünem Geläuf. Torchancen? In rauen Mengen. Doch die
Gäste setzten ihre Messerchen deutlich sauberer an und so stand zur Pause ein reichlich lügenhaftes 0:2 auf der Tafel, was euren hungrigen Erzähler direkt in die Arme des örtlichen Grill-Vecks
trieb. Und dieser Priester des Fetts kredenzte eurem Droog einen Fettschlauch solcher Klasse, dass selbst der feinste Korova-Milchmann vor Ehrfurcht verstummt wäre. Fett rann, der Bart glänzte,
das Litso war zufrieden. Wahrlich horrorshow. Dann das 0:3. Der Moment, in dem gewöhnliche chellovecks längst heimwärts schleichen würden. Aber nicht diese Vecks. Denn die SG
Kleinensee/Widdershausen erhob sich wie ein geprügelter Bastard aus dem Dreck und startete eine Aufholjagd, die selbst eure kaputte Gulliver-Seele kurz an Wunder glauben ließ. Ein Tor. Dann noch
eins. Plötzlich bebte das kleine Universum im Werratal. Das Nachbarschaftsduell wurde zum offenen Rasrez, zur finalen Abrechnung, zum nackten Faustkampf auf grünem Grund. Doch wie so oft blieb
die große Erlösung ein schmutziger Traum. 2:3. Finito. Doch was bleibt, meine Droogs? Leidenschaft. Schweiß. Kampfgeist. Ein sonniger Abend. Anständige Menschen. Fettiges Fressen. Und die ewige
Erkenntnis, dass der Amateurfußball meiner kaputten Gulliver-Seele das einzige verdammte Moloko-Plus dieser Welt serviert. RIGHT RIGHT RIGHT.